Auszug aus - 40 Jahre DJK-Hasborn (1962–2002)

Autoren: Alfons Kreutz und Edgar Koller

Die Initialzündung zur Vereinsgründung ging von Pastor Ernst Kemp aus. Er lud alle Sportinteressierten zur Gründungsversammlung ins Gasthaus Thomas ein. Am 9. März 1962 erschienen 46 Personen, die auf seinen Vorschlag hin einen Verein in katholischer Gemeinschaft, die DJK Hasborn, gründeten.
Nach der ersten Vorstandswahl der „Deutschen Jugend Kraft" Hasborn setzte sich der Vorstand wie folgt zusammen:
1. Vorsitzender Peter Koller-Klaas, 2. Vorsitzender Karl-Josef Zirbes, Schriftführer Karl-Josef Teusch, Kassenwart Karl Heinz Neis, Präses Pfarrer Ernst Kemp.
In dem einige Tage nach der Gründung von Präses Ernst Kemp veröffentlichten Pfarrbrief schrieb er: "Es wird hoffentlich später einmal zur rühmlichen Geschichte von Hasborn, vielleicht sogar von unserer Pfarrei Greimerath zählen, dass wir am vergangenen Mittwoch die DJK-Hasborn gründen konnten. Ich bin überzeugt, dass der Wert einer echten DJK einer ganzen Pfarrei und über die Grenzen hinaus sichtbar werden kann, wenn auf die Dauer gearbeitet und verantwortlich geplant wird!"

A-Jugend 1962
A-Jugend 1962

Arbeit, viel Arbeit war es, was auf die Mitglieder des jungen Vereins zukam. So wurden zur Förderung des Breitensports die Abteilung Fußball um die Abteilungen Leichtathletik, Schach und Tischtennis erweitert. Um all diese Aktivitäten verwirklichen zu können, benötigte der Verein dringend neue Sportanlagen.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte bei der Jahreshauptversammlung die Finanzierung eines neuen Sportplatzes als gesichert gelten, und die Arbeiten konnten beginnen. Im Juli 1965 wurde der neue Sportplatz im würdigen, festlichen Rahmen eingeweiht. Die Orts- und Nachbarvereine sorgten an den Festtagen durch gesangliche, musikalische und sportliche Darbietungen für ein buntes Unterhaltungsprogramm. Die DJK Herdorf war mit 95 Personen zu Gast, die mit ihren Spielmannszug, Rhönradgruppe und Fußballmannschaft viel zum gelungenen Fest beitrugen. Höhepunkt der Feier war der Festumzug durch Hasborn. An ihm beteiligte sich die DJK Hasborn mit fast hundert Personen. Ernst Kemp schrieb in sein Album: „So was hat man in Hasborn noch nicht gesehen!".

Festumzug
Umzug durch Hasborn 1965

Schon im darauf folgenden Jahr 1966 durfte die DJK Hasborn das nächste große Fest ausrichten. In einem Zeitungsartikel war zu lesen: „Gut besucht war das 2. Kreissportfest der DJK Verbandes am 4. Und 5. Juni 1966 in Hasborn. Höhepunkte waren am Sonntag die Weihe des neuen Vereinsbanners, sowie die Wettbewerbe im Fußball der Jugend und Seniorenmannschaften (auf 2 Plätzen!) , ferner die Wettbewerbe im Tischtennis und Schach."

1. Mannschaft 1965
1. Mannschaft 1965

Bei dem im Jahre 1969 durchgeführten Sportfest spielte unsere 1. Mannschaft gegen den damaligen Regionalligisten SV Eintracht Trier 05, wobei sich unsere Mannen achtbar schlugen.
1970 löste Karl-Heinz Schleidweiler Peter Koller-Klaas als 1. Vorsitzenden in der Vereinsführung ab. Herr Peter Koller-Klaas wurde aufgrund seiner Verdienste um den Verein zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Auf Anregung des neu gewählten 1. Vorsitzenden K.H. Schleidweiler lies sich die DJK Hasborn am 2. März 1971 ins Vereinsregister eintragen.
Im Sommer des gleichen Jahres wurde die DJK Hasborn mit der Durchführung des 3. Pokalturniers der Verbandsgemeinde Manderscheid betraut. Bei diesem Turnier gewannen wir ganz überraschend den Amtspokal.
Zum 1o-jährigen Bestehen der DJK Hasborn fand vom 11. bis 14. Mai 1972 ein großes Sport- und Unterhaltungsprogramm statt. Schirmherr der Veranstaltung war der damalige Staatsminister Holkenbrink. Unsere Herdorfer Freunde, die mit 120 Personen unserer Einladung folgten, verschönten das Fest mit ihrer Rhönradgruppe, dem Spielmannszug und der Fußballmannschaft.
Im August 1973 erlitt die DJK-Hasborn einen herben Verlust mit dem Fortgang ihres Präses und Hauptinitiators Pfarrer Ernst Kemp. Er wurde von der Pfarrei Greimerath abberufen und übernahm die Seelsorge der Pfarrei Neunkirchen/Furpach.

Foto Kemp
Initiator, Präses und Gründungsmitglied der DJK Hasborn: Ernst Kemp

Den geistlichen Beirat der DJK übernahm nunmehr Pfarrer Gotthard Freitag. Eine große Belebung brachte der Anschluss der FZM Gipperath im Jahre 1978. In diesem Jahr konnte die DJK große sportliche Erfolge verzeichnen. Sie stieg mit der 1. Mannschaft in die A-Liga Mosel auf. Die 2. Mannschaft wurde in der Spielzeit 1977/78 ungeschlagen Staffelsieger und Kreismeister. Ab der Spielzeit 1980/81 gründeten die Vereine DJK Hasborn, DJK Buchholz und SV Manderscheid eine Jugendspielgemeinschaft. Bereits in dieser Saison zeigte sich die erfolgreiche Zusammenarbeit der Vereine in dem Gewinn der Kreismeisterschaft durch die A-Jugend. Ein Jahr später wurde diese erfolgreiche Zusammenarbeit durch die B-Jugend bestätigt. Sie wurde ebenfalls Kreismeister und spielte im nächsten Jahr in der Gruppenliga West.
Während der Feierlichkeiten zum 2o-jährigen Vereinsbestehens vom 17. bis zum 20. Juni 1982 wurden 26 Gründungsmitglieder von dem Protektor Ernst Kemp und dem 1. Vorsitzenden Alfred Thuma geehrt. Im Anschluss an die Ehrungen wurde Pfarrer Ernst Kemp zum Ehrenmitglied des Vereines ernannt. Im Oktober des gleichen Jahres schloss sich die FZM Waldschlößchen Plein der DJK Hasborn an.
Nach Ablauf der Saison 1982/83 verabschiedete sich unsere 1. Mannschaft aus der Kreisliga A, um mit ihrem neuen Trainer Reinhold Gnad den Anlauf zum Wiederaufstieg zu beginnen.
1982 übernahm Walter Daniel das Amt des 1. Vorsitzenden von Alfred Thuma, der nach
7-jähriger Tätigkeit nicht mehr kandidierte. Im Bereich der A-und B-Jugend wurde wegen Spielermangel die existierende JSG aufgelöst und eine neue JSG mit den Vereinen SV Laufeld, SV Großlittgen und SV Niederöffimgen gegründet. Im gleichen Jahr wurde der von der Vereinswirtin Annemarie Kutscheid gestiftete ,,Hotel -Thomas -Wanderpokal" während des Sportfestes ausgespielt.
Der Gewinn des Kreispokals 1985 war der größte sportliche Erfolg des Jahres. Im anschließenden Rheinlandpokal kam das Aus erst in der 2. Runde gegen den Verbandsligisten TuS Kröv.
Das Jahr 1986 stand ganz im Zeichen der Gründung einer Tennis-Abteilung. Am 31. Mai fand die Gründungsversammlung statt. Schon im Juni wurde mit dem Bau von 2 Tennisplätzen begonnen.
Aus dem Jahre 1987 ist zu vermerken, dass der 1. Mannschaft der Wiederaufstieg in die Kreisliga A gelang. Das 25jährige Jubiläumsfest fand vom 17. bis 21. Juni 1987 unter der Schirmherrschaft von Herr Michael Kutscheid (MdL) statt. Zum Verdruss aller musste der Regenschirm als eines der Hauptrequisiten während des ganzen Festes gelten. Allen Widrigkeiten zum Trotz wurde an den 5 Festtagen ein reichhaltiges Programm abgewickelt. Einer der Höhepunkte des Jubiläumsfestes war der Auftritt der Rhönradgruppe der DJK Herdorf. Im Spätsommer 1987 wurden auch die Arbeiten an beiden Tennisplätzen abgeschlossen.
1988 wurde mit der Bauausschreibung der Turnhalle begonnen. Sportlich beendeten unsere Fußballmannschaften ganz erfolgreich im oberen Tabellendrittel. Durch die Verpflichtung einer neuen Übungsleiterin für die Frauengymnastikgruppe wurde deren Situation wesentlich verbessert.
Als herausragendes Ereignis in 1989 muss die Einweihung der Tennisplätze gelten. Gleichzeitig kam in diesem Jahr nochmals sehr viel Arbeit auf die Mitglieder des Vereins beim Ausbau der Turnhalle zu.
Im Mai 1990 wurde die Turnhalle in einem dreitägigen Fest eingeweiht. Im Rahmen der Turnhallenbenutzung konnte das Angebot an sportlichen Aktivitäten erweitert werden. Neben einer Erweiterung bei der Kinder- und Frauengymnastik bildete sich auch eine Gruppe ,,Männerturnen" und ,,Seniorengymnastik". Mit Ablauf des Jahres 1990 schied Walter Daniel als 1. Vorsitzender nach langjähriger Arbeit für den Verein aus dem Vorstand aus. Neuer 1. Vorsitzender wurde Hermann Leister.
Sportlich brachte das Jahr 1991 einige Aufregung. Nachdem die 1. Mannschaft nur über dramatische Spiele in der Relegationsrunde den Klassenerhalt schaffte, wurde der Start in die Spielsaison 1991/92 unter einem neuen Trainer besser. Mit viel Engagement trieb der neue Vorsitzende Hermann Leister die Planungen zum Bau eines Vereinshauses voran, das für die Aufrechterhaltung des Tennisbetriebs unverzichtbar wurde.
Im Jahre 1993 war Baubeginn und Grundsteinlegung für das Vereinshaus - 1996 wurde das „Tennishaus" im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung dann schließlich eingeweiht.

Vereinshaus
Das neue Vereinshaus 1993

In den folgenden Jahren wurde weiterhin sehr viel Wert auf die Jugendarbeit gelegt. In der Tennisabteilung ist die Anzahl der Kinder und Jugendlichen seit der Gründung der Abteilung auf nunmehr 38 gewachsen, zur Zeit nehmen als 8 Jugend- und Seniorenmannschaften am Spielbetrieb teil.
Noch stärker ist der Anteil der Bambinis und Kinder im Jugendfußball. Zeitweise wurden mehr als 80 Kinder und Jugendliche von etwa 12 Personen betreut. Die Nachwuchs-Fußballer erkämpften in den letzten 10 Jahren jeweils ein oder mehrere Kreis- oder Staffelsieger-Titel. Einer der Höhepunkte war die Auszeichnung der DJK Hasborn durch den Sepp Herberger Preis für "besonders bemerkenswerte Jugendarbeit". Nicht so erfolgreich zeigten sich die Seniorenfußballer in den letzten Jahren. 1994 trat man auf Druck der aktiven Spieler der SG Manderscheid / Buchholz bei. Diese neue SG Manderscheid / Buchholz / Hasborn nahm zunächst mit drei Mannschaften am Spielbetrieb teil. Anfangs noch sehr erfolgreich schaffte die 1. Mannschaft als Sieger der Bezirksliga den Aufstieg in die Landesliga und konnte sich dort fünf Jahre lang halten. Im Jahre 2000 war der Abstieg in die Bezirksliga unvermeidbar. Der negativ Trend setzte sich fort. Seit dem Jahre 2001 konnte die SG Bu/Ma/HA lediglich noch mit zwei Mannschaften am Spielbetrieb teilnehmen. Im Jahr 2002, unter anderem bedingt durch die vielen Trainerwechsel, ist die 1. Mannschaft in die Kreisliga A abgestiegen.
Die starke Zunahme des Fußball- und des Trainingsbetriebs führte zu einer stetigen Verschlechterung des Sportplatzes, so dass man für unsere Fußballer und insbesondere für unsere Kinder von unzumutbaren Platzverhältnissen sprechen musste. Schon 1994 wurden die Forderungen nach einer Neubau bzw. Renovierung der Sportplatzes immer lauter. Gleichzeitig wurde auch von der Tennisabteilung verstärkt ein 3. Tennisplatz gefordert um einen Spielbetrieb mit mehreren Jugend- und Seniorenmannschaften auf der eigenen Anlage durchzuführen zu können. Daher wurde im Jahre 1998 der Beschluss gefasst, einen Sportplatzneubau mit einem angeschlossenen Allwetter-Trainingsgelände anzustreben. Dieses Trainingsgelände sollte sowohl dem Trainingsbetrieb der Fußballabteilung, aber auch der Tennisabteilung als dritter Tennisplatz dienen. Aus heutiger Sicht war es wohl ein Fehler, gleichzeitig einen 3. Tennisplatz und einen neuen Fußballplatz anzustreben. Die Durchführung dieses Projektes erwies sich sehr bald wegen mangelnder Zuschüsse als nicht finanzierbar und wertvolle Zeit wurde verloren.
Im Jahre 2000 wurde der Beschluss gefasst, zunächst eine Renovierung im Rahmen eines
100 TDM Planes durchzuführen und anschließend den Bau des 3. Tennisplatzes anzugehen. Durch Initiative der Gemeinde Hasborn konnte zeitgleich mit dem Bau des Sportplatzes auch der 3. Tennisplatz gebaut werden. Zuschüsse, Spenden und eine gehörige Portion Arbeit der Mitglieder trugen dazu bei, dass beide Projekte durchgeführt werden konnten.
Auch in der Gymnastikabteilung ist in den letzten Jahren ein reger Zulauf zu verzeichnen. Angefangen beim Mutter-Kind- Turnen für die ganz Kleinen besteht ein breit gefächertes Angebot für alle Altersstufen.